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19.09.2010

Tierheim Weinheim auf dem Weinheimer Herbst

Ort: Weinheim Stadt

wir sind auf dem Weinheimer Herbst vertreten

03.10.2010

Tag der offenen Türe

Ort: Tierheim Weinheim

Das große Tierfest


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Mo- ein Hund kämpft um sein Leben

Hallöchen ich bin Mo und hier könnt ihr meine Geschichte lesen. Bei allem was ich jetzt mitmache hatte ich trotz allem noch Glück. Wäre ich jetzt nicht in Behandlung, wäre ich bestimmt schon tot, weil meine Nieren versagt hätten. Meine Behandlungen kosten das Tierheim viel Geld, vielleicht kann ja der eine oder andere helfen. Jeder Euro zählt, wenn ihr mich unterstützen wollt, dann schreibt auf die Überweisung doch bitte in den Verwendungszweck Mo. Danke, denn eines weiß ich genau

Ich will leben!!!!!!! Leider kann man mir aber nicht mehr helfen, es ist zu spät.

Mo ist tot.

 


22.01.2009

Wir haben uns entschlossen, den Kampf von Mo stellvertretend für viele Tiere, die in erbarmunsgwürdigen Zustand bei uns ankommen, zu dokumentieren.

Am Mittwoch, den 14.01.2009 wurde ein sehr dünner Dackelmix bei uns als Fundhund abgegeben. Der Hund wurde laut Aussagen der Finder am Montag abend am Multzentrum gefunden. Seltsamerweise sollte am Montagabend ein Dackelmix bei uns abgegeben werden, wir baten um einen Tag Zeit, der Besitzer wollte sich Dienstag wieder melden. Wir haben nichts mehr gehört.

Auf den ersten Blick sah Mo, wie er getauft wurde, einfach "nur" unterernährt aus.

Nach Rücksprache mit einer Notpflegestelle konnte Mo schon am Mittwoch dorthin umziehen, sein Glück, denn im Tierheim hätte er diese Rundumbetreuung nicht genießen können. Der erste Besuch beim Tierarzt verlief ohne große Erkenntnisse.

Nachdem Mo jedoch sehr viel trank und fraß und dauernd an den Ballen blutete, wurde der Tierarzt gewechselt und ein Blutbild erstellt.

Per heute, den 22.01.2009 haben wir folgende Ergebnisse:

Der Hund hat ein paar Tage lang kein Wasser bekommen und ist immer noch dehydriert, seine Nierenwerte sind viel zu hoch. Aufgrund von Mangelernährung leidet Mo an einer Rachitis, dieVorderbeine sind deformiert. Das Zahnbild zeigt einen ca. 8 jährigen Hund, wir wissen inzwischen aber, dass Mo im April 2008 erst auf die Welt gekommen ist.

Die Milchzähne sind nicht ausgefallen, die neuen Zähne darüber gewachsen. Aufgrund seines Allgemeinzustandes derzeit jedoch nicht relavant.

Derzeit erhält Mo Spezialnahrung und viele Aufbaumittel, jedoch nicht zuviele, da sein Körper das nicht verkraften würde. Am Dienstag, den 20.01.2008 mußte die Pflegestelle um 22.30 Uhr die Tierärztin notfallmäßig ausuchen, da Mo permanent umfiel.

Es wurde noch eine extreme Verwurmung festgestellt.

Mo ist einen Kämpfernatur und wir hoffen der Kleine schafft es. Er ist nicht stubenrein trotz seiner 10 Monate, was darauf schließen läßt, dass er entweder nie draußen war oder nur draußen war. Mo kennt kein Spazierengehen, er fürchtet sich draußen und geht nur mit seiner großen Hundefreundin raus.

Inzwischen immerhin schon 20 Minuten, die Ballen müssen danach immer behandelt werden.

Die Blutergebnisse stehen noch aus, wir berichten weiter.

23.01.2009

Die Blutergebnisse sind da und wie befürchtet, katastrophal. Alle Werte sind verschoben, die Leukos werden mit 24.000 angezeigt, normal wären 10.000. Mo leidet immer wieder unter Zitterschüben, von denen man noch nicht weiß wo sie herkommen. Die Entwurmung greift langsam. Ansonsten ist der Kleine aber gut gelaunt und frißt weiter wie ein Scheunendrescher. Da man nicht weiß, ob Mo ursprünglich aus dem Osten oder Süden stammt, wird jetzt vorsorglich noch ein Mittelmeercheck veranlaßt. Als weiter Daumen drücken.

26.01.2009

Das Gassigehen wurde auf 30 Minuten erweitert. Aber die Ballen bluten und müssen weiter versorgt werden. Mo kennt keine Wiese und traut sich immer noch nicht drauf. Er läuft nur Asphalt. Tapfer. Weiterhin schläft er viel. Am Wochenende war er sehr aufgegast und hatte einen Riesenbauch. Es wurde ein sehr starker Giardienbefall festgestellt, der jetzt behandelt wird. Nach wie vor trinkt Mo sehr viel, immer nach dem Trinken kommen die Zitterschübe. Die Nieren kämpfen, wir hoffen nicht, dass eine dauerhafte Schädigung vorliegt.

27.01.2009

Die Achterbahnfahrt ist noch nicht zu Ende. Immer wieder kommt es bei Mo zu Ausfällen, er leidet unter wahnsinnigen Bauchschmerzen.

Der Mittelmeercheck war negativ, dafür aber der Staupetitter positiv. Da man nicht weiß ob Mo gimpft ist, muss nun differenziert werden, ob er Staupe hatte. Daher viellecht doch das seltsame Gebiß. Die Medikamente, die er bekommen muss, schlauchen ihn ganz schön. Nach wie vor schläft er sehr viel. Weiterhin müssen die Daumen gedrückt bleiben.

28.01.2009

Die Staupe ist vom Tisch, die ist es nicht. Das neue Blutbild zeigt leichte Verbesserungen in allen Bereichen außer bei den Nieren, die Werte sind nach wie vor schlecht. Heute wird ein Ultraschall gemacht, um festzustellen, woher diese schlechten Werte kommen.

29.01.2009

Die Welt ist gestern wieder ein bißchen dunkler geworden. Mo's Nieren sind viel zu klein, sie werden ihre Arbeit nicht wieder richtig aufnehmen können. Ob es ein Geburtsfehler ist oder durch die schlechte Haltung entstanden, ist nicht mehr herauszufinden. Aber ein Eingreifen als Welpe hätte ihm ein paar Jahre schenken können. Die schlechte Haltung hat ihr übriges dazu getan, dass Mo nicht mehr lange leben wird. Wie sich ein Lebewesen fühlen muss mit einem unbändigen Durst, dem man auch noch das Wasser entzieht und ihn nicht füttert, möchten wir nicht nachvollziehen müssen.

Nichts ist mehr aufzuhalten, nichts mehr für uns zu tun, als abzuwarten. Mo's Pflegestelle wird ihm jetzt noch ein paar schöne Tage machen und sobald man merkt, dass er Schmerzen hat, kommt die Tierärztin, um ihn zu erlösen.

Was der Pflegestelle nun abverlangt wird ist viel, denn an Sterbebegleitung hat bei diesem jungen Hund keiner gedacht.

Viel Kraft wird sie brauchen, um diesen Weg zu gehen.

Wir werden sie begleiten.

Und wie so oft bleiben wir zurück mit der Frage nach dem

Warum?

Tierschutz im Grundgesetz, wir wissen nicht, ob wir weinen oder schreien sollen. Gebracht hat es nichts, wo waren die Nachbarn, wo waren die Menschen, die gewußt haben, dass ein Tier unter furchtbaren Umständen leben muss?

 

31.01.2009

Gestern morgen gegen 09.00 Uhr haben wir den Kampf um Mo verloren. Er hat seine letzte Nacht im Bett, eingekuschelt im Arm seiner Pflegemama verbracht, wohl wissend, dass er gehen würde. Morgens wollte er nicht mehr fressen, das getrunkene Wasser kam direkt wieder heraus, die Nieren haben ihre Tätigkeit eingestellt. Ein Tod, der vielleicht nicht zu verhindern gewesen wäre aber um Jahre herauszuschieben, hätte man sich richtig um ihn gekümmert. Wir sind fassungslos und ohne Worte, die Pflegestelle trauert unendlich, nicht der Tod macht uns so still, sondern das Sinnlose.

Leise kam das Leid zu ihm, trat an seine Seite,
schaute still und ernst ihn an, blickte dann ins Weite.
Leise nahm es seine Hand, ist mit ihm geschritten,
lies ihn niemals wieder los, er hat viel gelitten.
Leise ging die Wanderung über Tal und Hügel,
und uns wär's als wüchsen still, seiner Seele Flügel.

Rest in peace kleiner Mo, wir werden dich nicht vergessen. Deine Seite wird als Mahnmal bleiben für alle die Tiere, die in katastrophalen Zuständen bei uns landen und nicht mehr zu retten sind.

 

 

Auch diese beiden Katzen hatten keine Chance, wir kamen wie so oft zu spät.

Unsere Katzenfängerin ist gerannt, wie immer, sie hat alles versucht, wie immer, und hat verloren, wie so oft. Danke Gerda, dass du es wenigstens versucht hast, du warst die Einzige.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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