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03.10.2010

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Ort: Tierheim Weinheim

Das große Tierfest

19.12.2010

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Ort: Tierheim Weinheim


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Pitbull & Co.

Hiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiilfe

http://www.davids-revenge.de/philosophie.html Hier erfahren Sie alles.

Neues aus den NL.

Erstmal soll die Tötung der Pitbulls ausgesetzt werden bis das Gesetz "RAD" überarbeitet ist. Hierfür läßt für die Begnadigung und Aussetzung der Tötung eine niederländische Zeitung online abstimmen. Jede Stimme zählt. Also bitte bei "JA" abstimmen:

www.planet.nl/planet/show/id=62967/contentid=855432/voted=true/sc=d2e

- ich verrate aber nicht, dass man mehrfach hinterheinander abstimmen kann, also ran an die Maus und fleißig klicken -


Unterschriftensammlung gegen die RAD: www.ipetitions.com/petition/RAD/ (Achtung, auf der Seite hinter der Petitions klickt sich ein Feld mit $-Zeichen auf. Einfach die Seite schließen. Die Petition ist unterzeichnet und alles ist gut. Alles andere nicht beachten. Wir wollen ja nicht spenden!)

                                       

Liebe Deutsche Urlauber und Hundefreunde!

Auch Euch kann dieses Schicksal passieren. Wer mit seinem Listenhund in die Niederlande fährt um dort Urlaub zu machen muß einen Stammbaum nachweisen können, das der Hund kein Pitbull ist. Wer seinen Hund aus dem Tierheim hat, der kann niemals einen Stammbaum haben! Ein Impfpass reicht nicht aus. Pitbull oder Pitbull ähnliche Hunde werden ausnahmslos bei Antreffen beschlagnahmt. Auch ohne Vorfall. So, wie es Odin passierte. 

Die niederländische Justiz macht keine Ausnahmen. Die Hunde werden in ein Hundeasyl gebracht, eine Gerichtsverhandlung wird stattfinden und dort der Hund zum Tode verurteilt. Wiedersehen kann man den Hund dann kurz vor der Tötung und den toten Körper darf man dann mitnehmen.

Liebe Hundefreunde tut dies Euren Fellnasen und Euch nicht an.


                                                            Maria

                         

Maria darf zuhause bleiben.

           

Du bist nicht mehr, wo Du warst. Aber Du bist überall, wo wir sind. (Jean Paul)

Diese Augen sagten alles!

Toni, 11 Jahre alt, Am-Bulldog-Mix, fast taub, suchte einen Gnadenplatz bei Menschen

Er bekam den Tod. Weil ihn niemand wollte. Fast taub und blind mit einem Tumor setzte man ihn einfach aus

Toni war eine liebe stille Seele. Das Gassigehen genoss er noch sehr, schnupperte viel, orientierte sich gut, suchte immer die menschliche Nähe und Zuwendung. Noch am 16.08.suchten wir für dieses liebenwürdige Geschöpf ein Plätzchen hinterm Ofen...Er ging erfolglos mehrfach über unsere Verteiler und erreichte damit sehr viele Menschen. Nur einer hätte genügt.

Heute kam nun die folgende Meldung:

 

"Toni wurde heute aus seiner Einsamkeit und Qual des Daseins erlöst. Neben seiner totalen Taubheit hatte ihm seine nun auch vollständige Erblindung jegliche Lebensqualität genommen. Er kam überhaupt nicht damit zurecht. Konnte sich nicht mehr orientieren, war schreckhaft, ängstlich, depressiv. Toni war mindestens 11 Jahre alt, schwer leberkrank, hatte ein schwaches Herz und schmerzende, kaputte Gelenke. In seinem Bauch hatte sich Flüssigkeit angesammelt. Im Frühjahr schon mußte ihm ein großer Tumor aus dem Bauchraum entfernt werden. Jede ihm fremde, unbekannte Situation war für ihn bedrohlichund beängstigend und er zitterte am ganzen Körper, machmal heulte er jammerndwie ein Wolf.Die Stille, die Dunkelheit und die damitverbundene unsägliche Einsamkeit, in der er leben mußte, waren für ihn sichtlich eine Qual. Weder ein weiteres Vegetieren hinter Zwingergittern noch das Hineinstellen in eine ihm völlig fremde und damit überfordernde Lebenssituationkonnten diesem leidenden, alten Hund letztlich noch zugemutet werden.Und dies können all die beurteilen, die diesen Hund gekannt,versorgt und geliebt haben. Jeder, der sich als Tierschützer bezeichnet und Hunde liebt,hat die Pflicht, zu wissen, wann es genug ist und an der Zeit, einem leidenden Geschöpf diesen letzten Dienst zu erweisen. Denn Tierschutz kann und darf nicht bedeuten: Leben um jedenPreis! Ereifern sollten wir uns vielleicht über jene Menschen,die diesen Hund alt und krank, blind und taub, in einem schlimmen Zustand einst ausgesetzt und ihn damit seinem traurigen Schicksal überlassen hatten. Die Menschen, auf die er danach traf, waren jene, die ihn über lange Zeit liebevoll versorgten, sich um ihn kümmerten und ihm halfen. Bishin zur letzten Entscheidung.Seine letzte Nacht verbrachte er bei mir zuhause in Geborgenheit. Heute mittag schlief er friedlich in meinen Armen ein. Bei aller Traurigkeit tröstet es mich zu wissen: Toni muß nie wieder Angst und Schmerzen haben. Er hat alle Einsamkeit und alles Leiden überwunden.

 

Ursula Sack, Berlin, 22.8.2007, Hund und Gesellschaft, Berlin"

 

Bucki


Bucki ist tot. Kein Plätzchen ließ sich mehr für ihn finden. Es tut uns so leid.

Pancho

"Pancho ist heute Morgen über die Regenbogenbrücke gegangen.   Wir können es nicht verstehen. Pancho ging es die letzten Tage/Woche wieder etwas besser. Eine Geschwulst an seiner Pfote war aber größer geworden und ist geplatzt. Eine OP hätte Pancho nicht überstanden, er wollte nicht laufen und hatte nichts gefressen. Er wurde heute Morgen eingeschläfert.  Wir sind traurig und können es nicht fassen. Pancho war es nicht vergönnt,  ein normales Hundeleben zu leben. 10 Jahre seines Lebens saß er im Tierheim.  Ich weiß, dass ihr mit uns um Pancho trauert, ihm eine Kerze anzündet. Es tut gut zu wissen, dass es da draußen Leute gab, die Pancho helfen wollten, denen Pancho's Schicksal nicht egal war.  Ich wüsche Dir, lieber Pancho, so sehr, dass es dir auf der anderen Seite des Regenbogens gut geht, du keine Schmerzen mehr haben musst. Ich wünsche dir, dass du jemanden findest, dem du dich anschließen kannst. Wünsche dir, dass du über die Wiesen laufen kannst und die Freiheit schnuppern kannst,die dir hier auf Erden all die Jahre nicht gegönnt war. Es tut mir so leid.   Wir trauern um dich lieber Pancho, werden dich nie vergessen."     Machs gut, Pancho... :

Gino

Vermittelt

 

Pitubll & Co.

Diese Seite widmen wir einem sehr traurigen Thema daß leider immer wieder von diversen Privatsendern und der BLÖD Zeitung benutzt wird um die Zuschauerzahlen bzw. Leser in die Höhe zu treiben. Leider wird dabei fast immer unsachlich, unseriös und meistens auch unwahrheitlich berichtet. Dass diese Art des Journalismus inzwischen viele Hunde dieser Rassen das Leben gekostet hat und eine regelrechte Kampfhundhysterie ausgelöst hat interessiert die Redakteure dieser Sender/Zeitungen nicht im geringsten. Im Gegenteil, oft werden Beissvorfälle erfunden bzw. hochgeputscht um mal wieder ein Sommerloch zu überbrücken. Leider ist selbst der deutsche Presserat nicht mächtig genug um diesen schwarzen Schafen unter den Journalisten Einhalt zu gebieten und so werden wir wohl auch weiterhin von blutrünstigen Killerbestien mit Haifischzähnen und 5 Tonnen Beisskraft lesen und hören.

Wir möchten Ihnen auf dieser Seite jedoch die Wahrheit über diese liebenswerten Hunde berichten. Es geht hier auch nicht um eine Verniedlichung der bereits passierten Beissvorfälle sondern um eine sachliche Darstellung des eigentlichen Problems.


MENSCHEN WIE DIESE…

Es war einmal…, NEIN, liebe Leser, dies ist kein Märchen, sondern die volle Wahrheit.

Eines Tages meldete sich ein netter Mann bei mir per Telefon und teilte mit, dass er gerne Elsa ein Zuhause geben würde. Nach einem langen Gespräch mit Uli und nachdem er noch unseren Fragebogen für Interessenten ausgefüllt hatte, besuchte ihn jemand Zuhause, um zu sehen, wo Elsa dann künftig leben würde. Alles schien perfekt.
Sein bester Freund Ralf, genannt Heini, welcher in der Einliegerwohnung bei ihm im Haus lebt und sich immer mit um seine vorherige Hündin gekümmert hatte, kamen zu Besuch, um Elsa kennen zu lernen. Um kurz etwas über Elsa zu erwähnen: Sie zog bei uns am 11.11.05 in die Pension und war eine der Bremer Stadtamthunde. Gleich nach dem Eintreffen bekam sie eine Pyometra (Gebärmuttervereiterung) und hatte, wie sie kam, schon zwei kleine Tumore im Gesäuge. Sie wurde notoperiert, in weiteren Abständen wurden ihr die beiden Milchleisten entfernt. Es waren keine erkennbaren Lungenmetastasen (Mammatumore können in die Lunge streuen) bei den Röntgenaufnahmen zu entdecken, wäre auch sehr unwahrscheinlich gewesen, da die Tumore in der Leiste noch sehr klein waren und wir sofort reagiert hatten. Sie erholte sich blendend, ihre Liegeschwielen, welche sie mitbrachte, gingen weg und sie tobte bei uns mit den Rüden. Einer hatte es ihr besonders angetan: der Lucky! Lucky hat eine schwere HD und beginnende Coxarthrose. So lebten beide in einem Zwinger, kuschelten und spielten, schwammen mit viel Spaß in unserem Pool um die Wette. Soviel zu Elsa und auch Lucky. Also, beide kamen und lernten auch Lucky kennen. Schnell merkten sie, wie innig die Beiden miteinander waren. So kamen Zweifel auf, Zweifel, ob man sie überhaupt trennen könne. Zwei Hunde wären zuviel, ob man lieber eine andere Hündin nimmt? Ich bat, sich trotzdem für Elsa zu entscheiden, es kann ihr doch nicht zum Nachteil werden, wenn sie jetzt den Platz bei ihm nicht bekäme, nur weil wir sie mit Lucky zusammengestellt haben. Der Junge ist sehr nett und wir fänden bestimmt bald eine andere Hundedame für ihn. Gut, man stimmte mir zu und es sollte Elsa sein. Ein lang gebuchter Wochenurlaub, ein paar Tage später, stand nun noch zwischen ihrem Auszug und ihrem neuen Zuhause. Wie immer bei Hunden, welche ernsthafte Erkrankungen bei uns hatten, machten wir einen Termin bei der Ultraschallspezialistin für eine Abschlussuntersuchung. Dienstag flog Uli mit Heini ins Ausland und am Donnerstag darauf hatten wir den Untersuchungstermin. Ich kann Ihnen nicht beschreiben, welcher Schock, welche Gefühle, welche Angst folgten: Als Zufallsbefund stellte sich heraus, dass Elsa einen Herzbasistumor hatte! Dazu schon einen Thoraxerguss (Flüssigkeit in der Lunge). Lebenserwartung geschätzt von einem Tag bis höchstens drei Monate!


Wohlgemerkt: Elsa zeigte keine Symptome, kein Husten, kein Hecheln, schwamm und spielte stundenlang ohne Erschöpfungsanzeichen. Wir fingen sofort an mit Tabletten sie zu entwässern. Die große Zeit des Wartens, bis Uli aus dem Urlaub kam und sie sofort abholen wollte, begann, fünf Tage, vier Tage, drei Tage,…was soll ich ihnen sagen? Wie soll ich es sagen? Was passiert? Wie reagieren sie? Ich wartete auf den Anruf mit der ständigen Qual, wie wählst du deine Worte, liegt es an dir, wie sie entscheiden werden?
Oder steht die Entscheidung schon längst irgendwo geschrieben, in einem Buch, dass keiner von uns kennt? Ich kann nicht alles mehr von dem Gespräch wiedergeben, es waren Sätze der Trauer, der Hilflosigkeit, immer wieder lange Sekunden des Schweigens.
Irgendwann fielen bei mir die Worte und Sätze: Schicksal, Vorbestimmung, vielleicht solltest gerade Du jetzt für Elsa kommen, bevor es ihr schlecht ginge und wir es erst festgestellt hätten, wenn es für sie zu spät ist. Ich weiß nicht, was noch alles. Uli hat unter den Tod seiner Hündin sehr gelitten und trauerte noch immer. Er könnte das nicht schon wieder verkraften, muss verdauen, was er nun gerade erfahren hat, muss mit Heini darüber sprechen. Er hatte sich so auf Elsa gefreut… Wir hörten nach Ewigkeiten auf zu telefonieren und sagten, dass wir morgen noch mal sprechen. Es war gegen 23 Uhr am 27.09.2006. Ich schickte ihm noch eine SMS, dass es mir so leid täte, für ihn und Elsa, ich könne es aber auch nicht ändern und ihm auch keine Entscheidung abnehmen.

Am 27. September 2006 um 23 Uhr 52 Minuten und 21 Sekunden kam eine SMS zurück:

Mach Lucky mit fertig, ich möchte die Beiden nicht trennen, vielleicht lebt Elsa dadurch länger. Ich rufe Dich morgen früh an.

Am liebsten würde ich hier enden.


Sie, liebe Leser, hier verlassen, alleine lassen mit Ihren Gedanken, aber das wäre zu einfach. Wieso? Fragen Sie sich nicht, warum ich Ihnen dies hier alles niederschreibe?

MENSCHEN WIE DIESE!

Wie oft finden wir sie?
Wären Sie einer von ihnen?
Wie hätten Sie entschieden?


Ist es nicht nur unser eigener Egoismus, wenn wir uns gegen einen todkranken Hund entscheiden? Unserem seelischen Schmerz Vorrang geben, den wir nicht erleben wollen?

Wie egoistisch sind wir, lassen lieber alte oder auch jüngere schwer kranke Hunde in einem Tierheimzwinger sterben, als ihnen einen Platz, nicht nur auf unserer Couch, sondern auch in unserem Herzen, für die kurze Zeit zu geben?

Der Hund lebt im Jetzt, nicht in der Zukunft.
Für ihn zählt das heute, er weiß nicht, wie viel Zeit er bei ihnen verbringen durfte. Für ihn zählt, dass er sie verbringen durfte.

Was zählt für Sie, wenn Sie mal tief in Ihre Seele schauen?

Wenn viele Menschen, welche ihr Leben mit Hunden verbringen, sich entschließen, davon nur einen einzigen todkranken Hund zu begleiten, würde es niemals einen Hund geben, der in einem Tierheim alleine sterben müsste! Nur einen Einzigen!

Was leisten wir im Leben? Ich meine nicht Erfolg im Beruf usw., Spenden für gemeinnützige Zwecke, ich meine was tun wir wirklich selber ohne Rücksicht auf uns selbst? Es tut uns im Herzen weh, aber es gibt unserem Herzen, unserer Seele, etwas, was wir nicht kaufen, nicht bezahlen können:

Menschlichkeit!

MENSCHEN WIE DIESE!

Sind SIE einer davon?

Wenn ja, melden Sie sich bitte bei mir. Ich werde mit Ihnen Ihren Hund, den EINEN, finden.

Egal, welche Rasse!

Ich lasse Sie jetzt allein….

c.prochnow@staffordshire-hilfe.de oder unter 030-796 13 07

Elsa hat ihren Uli, ihren Heini und nicht zu vergessen ihren Lucky noch nicht allein gelassen. Es geht ihr erstaunlich gut und sie genießt das, was ihr so lange verwehrt war:
Die Liebe, das Herz von Menschen! Wir hoffen, dass sie noch lange ihren Menschen durch feuchte Hundeküsse danken kann.


Meinen Dank und Respekt an Uli und Heini!

Wir haben ein Zuhause

 


Der kleine blinde Nackthund Krümel hat ein neues Zuhause gefunden. Und wie man sieht bei zwei ganz gefährlichen sogenannten "Kampfhunden".


Hunderte von Kampfschmusern zogen durch ein Feld, und fragten sich verzweifelt, was ist das für 'ne Welt? Wir haben nichts getan, wir haben nichts gemacht, und trotzdem haben wir Jahre in Tierheimen verbracht. Wir sehen die anderen Hunde, sie kommen und sie gehen,  doch leider bleibt bei uns nur selten jemand stehen. Doch manchmal haben wir Glück, da kommt ein Mensch daher,  der sieht nicht auf die Rasse, der bleibt ganz einfach fair. Er schaut uns lange an und sieht uns in die Augen, und sieht wie lieb wir sind, das kannst Du uns ruhig glauben. Wenn Du Dich jetzt entschieden, dann komm doch mal vorbei, in jedem Heim in Deutschland, da sitzen mindestens drei. Wir sagen nun mal tschüß, bis bald, wir warten hier,  vielleicht haben wir ja Glück und wir gefallen Dir.

Anke Zieger und ihre Staffis Egon und Lady


             

Als im Juni 2000 die Kampfhundehysterie ausbrach, habe ich ehrlich gesagt, nicht allzuviel davon mitbekommen. Kampfhunde waren für mich diese bedauernswerten Hunde, die in den Pit mussten und das obwohl Hundekämpfe verboten waren. In meiner grenzenlosen Naivität hoffte ich wirklich darauf, dass aufgrund dieser Kampfhundeverordnungen jetzt diese Menschen, die ihre Hunde für Hundekämpfe missbrauchten bestraft würden. Die Hunde würden resozialisiert, viele konnten es ja nicht sein, ich war in meinem Leben ja noch kaum einem begegnet. Als die Rasselisten dann erfunden wurden, konnte ich damit garnichts anfangen. Ich kannte Bullterrier und Mastinos, das war's dann auch schon. Bezeichnungen wie AmStaff, Pitbull, Tosa Inu, Staffordshire Bullterrier etc...all dies waren Fremdwörter für mich. Nach und nach erst bekam ich mit, auch durch den Fall Baxter in Wiesbaden, dass brave Familienhunde irgendwelche dubiosen Tests absolvieren mussten und wenn sie durchfielen eingeschläfert wurden.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass aber auch dies mich nicht zum Handeln bewegte. Im November 2001 sollte sich dies alles schlagartig ändern, als sich die Arbeitszeiten meines Mannes änderten und die Möglichkeit bestand einen Hund aufzunehmen. Und das erste Mal dachte ich (wenn ich ehrlich bin mit einem kleinen flauen Gefühl im Magen), warum nicht ein Hund dieser Rassen. Auch an mir war die Medienhetze nicht ganz spurlos vorbeigegangen. Die Wahl ist auf Egon gefallen, einen Staffordshire Bullterrier-Boxer-Mischling. Das witzige war dann noch, dass Egon nach Überschreiten der baden-würrtembergischen Grenze garkein Kampfhund mehr war. Da wir zwei Hunde wollten, fiel ein paar Wochen später die Entscheidung für Lady, ihres Zeichens eine Stafford-Pitbull-Mixhündin. Die Entscheidung für diese beiden Hunde habe ich niemals bereut, ich bin mit meinen Hunden der glücklichste Mensch geworden. Auch die Familie, Freunde und Bekannte, von den bestimmt so mancher Bedenken hatte, sind heute ausnahmslos begeistert von meinen so liebenswerten Familienhunden.

Deshalb haben wir nur eine Bitte, gehen Sie an Hunden dieser Rasse nicht einfach vorbei. Werfen Sie Ihre, vorallem die von der BLÖD-Zeitung gesteuerten, Vorurteile über Bord und schauen Sie diesen Hunden einfach mal in die Augen. Gehen Sie mit einem mal spazieren und sie werden erleben, dass Sie keine "Kampfbestie, Beißmaschine oder Kampfmaschine" an der Leine haben, sonderen einen ganz normalen Hund. Die Auflagen in den meisten Bundesländern sind erfüllbar. Viele Gemeinden haben auch keine Kampfhundesteuer erhoben. Geben Sie diesen Hunden, die oft schon seit dem Jahr 2000 in den Tierheimen sitzen, wenigstens eine Chance.

Wenn Sie Fragen zur Kampfhundeverordnung haben sollten, wenden Sie sich an das Tierheimpersonal oder die Vorstandsmitglieder des Tierschutzvereines, Ihnen wird mit Sicherheit weitergeholfen. Es gibt inzwischen auch mehrere Versicherungen, die keinen Kampfhundeaufschlag mehr verlangen.

In diesem Sinne sagen wir viele Grüße
Anke Zieger
Tierheim Weinheim
und ihre 2 Stafford-Mix Egon und Lady

PS: Buchtip: Dr. Dieter Fleig "Die große Kampfhundelüge"
                  Su Winter "Kampfhund sucht Schutzengel"

 


 

Als ich mich dazu entschied Cindy, eine Stafford-Mix-Hündin zu mir zu nehmen, saß sie bereits vier Jahre in einem benachbarten Tierheim ein. Im Rahmen der Kampfhundeverordnung zwangsenteignet, da der Besitzer vorbestraft war, wurde sie zwar einmal vermittelt, kam aber postwendend zurück, da sie sich mit dem Rüden in der Familie so garnicht anfreunden konnte. Ich wurde ihre Gassigängerin und nach knapp einem Jahr stand für mich fest, Cindy geht mit nach Hause. Da ich gleichzeitig stolzer Besitzer einer Katze und zweier Hasen war, habe ich sie erstmal 4 Wochen lang jedes Wochenende mit nach Hause genommen, um alle Tiere aneinander zu gewöhnen. Und was eigentlich kaum einer vermutet hat, hat geklappt. Die Hasen werden in Ruhe gelassen und mit der Katze liegt man heute zusammen in einem Körbchen. Das Problem bei Cindy waren eher andere Hunde. Lernte sie einen kennen, hat sie sich erstmal auf ihn gestürzt, um ihm gleich sehr deutlich mitzuteilen, dass sie das Sagen hier hat. Da ich auch weiterhin Gassigängerin war und ehrenamtlich in einem Tierheim arbeitete, für uns alle eine schwierige Situation. Alleine lassen wollte ich Cindy ja auch nicht zu viel.

So haben wir mit Cindy's Resozialisierung begonnen. Ich glaube an die Macht der Gewohnheit und so fingen wir an bald täglich mit Egon und Lady, die ihr ja schon kennt, spazierenzugehen, manchmal war auch noch Kira dabei. Wochen an der Leine, dann nach und nach jeder frei. Und oh Wunder es klappte, ein einziges Mal haben die beiden Kampfdamen sich gezofft. Seitdem ist Ruhe eingekehrt. So habe ich Cindy nach und nach an immer mehr Hunde gewöhnen können, sicherlich wurden, trotz Lesens unzähliger Bücher und des Besuchens vieler Seminare, immer noch Fehler gemacht, aber der Erfolg gibt mir Recht. Cindy hat angefangen Freunde zu finden, hier aus dem Tierheim z.B. Dragu, Toni oder auch Oma Nelly, die sie besonders mag. Keiner der Mitarbeiter aus dem Tierheim, aus dem sie kommt, hätte an so etwas geglaubt. Aber einmal mehr habe ich festgestellt, es ist alles möglich, man braucht nur Geduld. Natürlich gibt es immer noch Hunde, die Cindy nicht leiden kann, aber dazu hat sie auch das Recht. Wir mögen ja auch nicht jeden.

Was für ein Fazit kann ich nun aus dieser Geschichte ziehen, wo ist der Hinweis auf den ach so gefährlichen Kampfhund?

Ich denke nirgends, Cindy könnte genauso ein Schäferhund, Schnauzer, Bobtail oder sonstiges sein, es hätte an der Geschichte nichts geändert.

In diesem Sinne bis bald.

Viele Grüße
Ivonne Bauer
Tierheim Weinheim
und Cindy






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